Weihnachtsausstellung des Mindener Museums
10. November 2008 von Redaktion
“Immer im Gleis” – Weihnachtsausstellung des Mindener Museums
Minden - ”Immer im Gleis – Mindener Eisenbahnmodelle” lautet der Titel der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Mindener Museum (Ritterstraße). Die Ausstellung wird am Freitag, 14. November, um 17 Uhr eröffnet. Die Modelle sind vom 15. November bis 25. Januar im Museum dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen.
Die große Welt klein zu machen und damit übersichtlich und beherrschbar, das ist ein großes Anliegen von Pädagogen, Baumeistern, Kartographen und der fürs heranwachsende Kind aktiven Spielzeugbranche. Vieles Kleine soll die Kleinen auf die Zukunft in der großen Welt vorbereiten. Und manchmal bleiben die Kleinen auch gerne später im Erwachsenenalter bei diesen Miniaturen.
Nicht nur für eingefleischte Modelleisenbahner gibt es ab dem 15. November im Mindener Museum eine abwechslungsreiche Schau großer und kleiner Eisenbahnmodelle. Meist im vertrauten H0-(„Halb-Null”)-Maßstab finden sich in der Ausstellung neben dem Bahnhof Minden die Bahnunterführung in Dankersen und das ehemalige DB-Lehrlingsheim. In diesem Gebäude nördlich des Bahnhofes sind die Modelle auch entstanden, denn dort hat der Modelleisenbahnclub Minden seit über 50 Jahren sein Vereinsheim.
Junge und alte Vereinsmitglieder haben eine ländliche Verladestelle, die Kreuzung einer Haupt- und einer Nebenstrecke sowie ein Modell der Kleinbahnbrücke über die Weser gebaut. Besonders reizvoll ist jedoch ein Großmodell über 15 Meter, das auch befahren wird. Durch verschiedene Andeutungen Mindener Szenerien bis hin nach Kleinenbremen-Wülpke schlängelt sich der Zug.
Eine im Dauerbetrieb laufende Anlage ergänzt die Schau kleiner Modelle. Und wer selbst Hand anlegen will, kann im Kleinen Kaminsaal die Holzgleise zusammenbauen und mit der Holzeisenbahn spielen.
Dort wird es ansonsten lebensgroß, denn dort geht’s um die Mindener Kreisbahn. Vor über 100 Jahren als Kleinbahn mit 1 Meter Spurweite gegründet, pendelt sie mittlerweile nicht nur zwischen Hille und Kleinenbremen, sondern fährt auch auf den Gleisen der großen DB. Neben Reminiszenzen an die alten Zeiten, als die Passagiere noch in der dritten oder vierten Klasse nach Todtenhausen oder Glissen fuhren, findet sich ein originalgetreues Dritter-Klasse-Abteil inklusive Notbremse. Auch ein naturgetreu nachgebautes Schrankenwärterhäuschen, von dem aus die Bahnschranken bei Bedarf geöffnet wurden, erinnert an die gute alte Zeit.
Die Aktiven des Modelleisenbahnclubs fahren an den Wochenenden mit „ihrer” Bahn, die Schulklassen kommen morgens früh und erleben ein Programm zwischen Information und kreativem Umgang mit den Eisenbahnmodellen. Für die ganze Familie gibt es dann bis Weihnachten ein reichhaltiges Programm mit vielerlei Höhepunkten an den Adventswochenenden – unter anderem, wie seit über 15 Jahren, am Dritten Advent den Erzgebirgischen Weihnachtsmarkt.
(Quelle: Mindener Museum - Jutta Wachser, 2008)