Da staunte die Polizei: LKW mit ungewöhnlicher Ladung
27. November 2008 von Redaktion
LKW mit ungewöhnlicher Ladung – „Spezialtransporter” von der Polizei gestoppt
Minden/Kreise Steinfurt/Ochtrup – Bei einer Grenzkorridorfahndung im deutsch-/niederländischen Raum war am vergangenen Donnerstag (20. November) auch der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Steinfurt im Einsatz. In den Abendstunden richteten die Beamten an der Bundesstraße 54, am Parkplatz Ochtrup-Weiner, einen Kontrollpunkt ein. Als ihnen ein in Richtung Münster fahrender, kurios beladener LKW auffiel, winkten sie diesen zur Seite. Der mit zwei Männern aus Syrien besetzte Transporter war lediglich mit roten Kennzeichen versehen.
Die Beamten kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus
Umso erstaunter waren die Beamten, als das Duo angab, die Ladung sei für Ihr Heimatland Syrien bestimmt. Auf dem Hauptrahmen des LKW war eine Führerkabine aufgeladen worden, die von einem anderen LKW stammte. Dahinter befand sich das dazu gehörende Chassie, ohne Räder. Der Motor ragte nach hinten heraus. Auf dem Chassie wiederum war ein Opel-Pick-Up verladen worden, auf dessen Ladefläche sich vier LKW-Reifen befanden. Diese abenteuerliche Ladekonstruktion war nur mit mehreren Spanngurten mit einer ungewöhnlichen Verknotungstechnik gesichert worden. Diese, so stellten die Ordnungshüter fest, war keineswegs geeignet, die gewichtige Ladung zu sichern. Einige Bänder waren locker angebracht und bewegten sich schon alleine vom Wind. Die Weiterfahrt des in Gronau gestarteten Transportes war somit bereits nach wenigen Kilometern, weit entfernt vom Zielort, beendet. Es musste ein anderer LKW-Transporter herangeführt und die Ladung darauf verladen werden. Gegen den Fahrer und weitere Personen wurden Anzeigen vorgelegt. Zur Sicherung des Verfahrens mussten 250 Euro in bar, offizielle Bezeichnung eine „Sicherheitsleistung”, hinterlegt werden.

