Espelkamp: LKW-Reifen macht sich selbstständig und trifft PKW Twingo
27. November 2008 von Redaktion
LKW wird von seinem eigenen Hinterrad überholt – 4 Fotos
Minden/Espelkamp/Rheda-Wiedenbrück/Gütersloh – Leichte Verletzungen und einen gehöriger Schreck, das ist neben ca. 10.000 € Sachschaden das Resultat eines kuriosen Verkehrsunfalles, der sich am Mittwoch (26.11.2008) gegen 09.00 Uhr in Alt-Espelkamp ereignete.
Das hüpfende Rad prallte gegen die Windschutzscheibe
Eine 20-jährige Rahdenerin war mit ihrem Twingo auf der Bremer Straße (B 239) aus Richtung Wagenfeld kommend in Fahrtrichtung Lübbecke unterwegs.
In Höhe der Brücke Koloniestraße kam der jungen Frau ein LKW mit Anhänger (im Kreis Gütersloh zugelassen) entgegen. Plötzlich löste sich das äußere linke Rad der Zwillingsbereifung von dem Zugfahrzeug.
Es überholte den LKW und prallte frontal gegen den Twingo, dessen Fahrerin leicht verletzt wurde. Sie hatte jedoch einen gewaltigen Schrecken bekommen. Da sie offensichtlich unter Schock stand, wurde sie nach erfolgter Erstversorgung durch einen Notarzt mit einem Rettungswagen dem Krankenhaus Rahden zwecks ambulanter Behandlung zugeführt. Von hier aus konnte die junge Frau später entlassen werden.
Durch den Zusammenprall wurde das Rad wieder auf den Fahrstreifen des LKW katapultiert. Dessen 51-jähriger Fahrer, der in Rheda-Wiedenbrück wohnt, konnte seinem eigenen Rad nicht mehr ausweichen und prallte ebenfalls dagegen. Das hüpfende Rad prallte gegen die Windschutzscheibe des Lasters. Glücklicherweise blieb der Trucker unverletzt.
An beiden Fahrzeugen entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 10.000 €.
Aus dem PKW Renault trat Motoröl aus. Daher wurde die Feuerwehr Espelkamp verständigt. Sie reinigte die Fahrbahn.
Der nicht mehr fahrbereite Twingo musste abgeschleppt werden. Die Bergung des ebenfalls nicht mehr fahrbereiten LKW-Gespanns erfolgte erst gegen Mittag. Bis dahin sicherten Mitarbeiters des städtischen Bauhofes Espelkamp die Unfallstelle ab. Warum das Rad sich selbstständig machen konnte ist bislang noch nicht geklärt.
(Quelle: Polizei Minden, 2008)



