NRW: Kindesmisshandlung in Ostbevern
28. November 2008 von Redaktion
In einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster und der Kreispolizeibehörde Warendorf wurde die Öffentlichkeit über eine Kindesmisshandlung in Ostbevern informiert.
Minden/Warendorf-Ostbevern - Am Samstag, den 22. November 2008 wurde ein vier Wochen alter männlicher Säugling aus dem Kreis Warendorf mit lebensgefährlichen Schädelverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei Warendorf wurde informiert und richtete eine Ermittlungskommission ein.
Festnahme des 31-jährigen Vaters
Nach Vernehmungen im familiären Umfeld der Familie des Säuglings richtete sich der Verdacht der Misshandlung des Kindes gegen den 31-jährigen Kindsvater. Dieser wurde am Mittwoch, den 26. November 2008 durch die Polizei festgenommen. Gegen den Kindsvater aus Ostbevern wurde aufgrund der Gefährlichkeit und Schwere der Tat und der damit zu erwartenden Strafe auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr die Untersuchungshaft durch das Amtsgericht Warendorf angeordnet.
Eine akute Lebensgefahr für den Säugling besteht zur Zeit nicht. Das Jugendamt des Kreises Warendorf ist eingeschaltet und beabsichtigt, das Kind nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in fremde Obhut zu geben. Die Entscheidung über diese Maßnahme durch das Gericht steht noch aus.