Minden erhält Preis für Gesamtkonzept “Kulturelle Bildung”
4. Dezember 2008 von Redaktion
Minden wurde neben sechs weiteren Städten und Gemeinden für sein beispielhaftes Gesamtkonzept zur Stärkung der kulturellen Bildung ausgezeichnet
Minden/Düsseldorf - Aus den Händen von NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff haben Bürgermeister Michael Buhre, Dr. Joachim Meynert, Beigeordneter für Kultur, Bildung, Sport und Freizeit, sowie Petra Brinkmann vom Kulturbüro der Stadt Minden, in der vergangenen Woche in Düsseldorf einen Preis entgegengenommen. Minden wurde neben sechs weiteren Städten und Gemeinden für sein beispielhaftes Gesamtkonzept zur Stärkung der kulturellen Bildung ausgezeichnet. Mit dem Preis ist eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro verbunden. Das Mindener Konzept setzte sich in der Gruppe der Städte 60.000 bis 150.000 Einwohner/innen durch.
“Wir freuen uns sehr über den Preis, der auch für das bereits große Engagement und die laufenden Projekte in der kulturellen Bildung in Minden steht”, sagte Bürgermeister Michael Buhre kurz nach der Preisverleihung. Die Mittel sollen so eingesetzt werden, dass die beteiligten Organisationen direkt davon profitieren, kündigte Dr. Joachim Meynert an.
In Minden ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte zwischen Kindergärten, Schulen und Kultureinrichtungen erfolgreich initiiert worden, um Kindern und Jugendlichen kulturelle Bildung zu vermitteln. Die Kulturinstitute wie die Stadtbibliothek, das Stadttheater und das Mindener Museum betreiben seit vielen Jahren kulturelle Bildung für Schülerinnen und Schüler, fasst Dr. Meynert zusammen. Mindener Schulen haben sich im Bereich Kulturelle Bildung profiliert und vielfältige und engagierte Projekte zur Kulturellen Bildung auf den Weg gebracht. “Auf dieses Fundament konnte aufgebaut werden, um mit einem kommunalen Gesamtkonzept planvoll die Qualität der kulturellen Bildung weiter auszubauen”, so der Beigeordnete weiter.
Basis des im August eingereichten Konzeptes ist die Kulturentwicklungsplanung der Stadt Minden, die Anfang November 2008 im Kulturausschuss der Politik und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das neue Kulturkonzept setzt einen Schwerpunkt im Bereich der Kulturellen Bildung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Dabei sind der möglichst frühzeitige Kontakt mit Kultur und die Förderung besonders für bildungsferne Kinder und Jugendliche ein besonderes Anliegen. Flankiert werden diese Mindener Überlegungen durch Perspektiven und Ideen, die 2006 zum “Modell-Land Kulturelle Bildung Nordrhein-Westfalen” führten. Zeitgleich hat die Region OWL ihre Kulturarbeit und Kulturpoltik neu ausgerichtete und sich zur Modellregion Kulturelle Bildung sowie auch zum Förderer des Mindener Profilierungskurses gemacht. Mit dem Preisgeld, das die Stadt erhält, dokumentiere das Land Nordrhein-Westfalen nun, dass Minden sich auf einen unterstützenswerten Weg gemacht habe, so Meynert.
Kernstück des ausgezeichneten kommunalen Gesamtkonzepts sind die Planungen für das Modell-Projekt “KulturSchule” , mit dem die Kooperation von Schulen und Kulturinstituten verbessert werden soll, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur Kulturellen Bildung zu ermöglichen. Das Modellprojekt “KulturSchule” hat das Gesamtziel, die Strukturen kommunaler Kultur- und Bildungseinrichtungen an die Bedarfe der allgemeinbildenden Schulen in der kulturellen Bildung anzupassen.
Als Projektziele wurden unter anderem definiert: Die Kultureinrichtungen entwickeln Angebote mit und für Schulen, die Schulen bilden ein Profil “kulturelle Bildung” aus, eine nachhaltige Verbindung zwischen Schulen und Kultureinrichtungen wird aufgebaut, Inhalt, Struktur und Prozess werden dokumentiert und Public Private Partnerships sollen erweitert und gefestigt werden. Die Volkshochschule Minden (VHS) fungiert hier als ein wichtiger Projektpartner für Qualifizierung und Projektbegleitung. Auch sei das Projekt auf Nachhaltigkeit angelegt und soll Modell für andere Kommunen sein, berichtet der Beigeordnete.
