IHK: Industrie in Ostwestfalen wuchs im Oktober um 6,9 Prozent
27. Dezember 2008 von Redaktion
Die ersten zehn Monate 2008 gegenüber dem Vorjahrjahresvergleichszeitraum um 6,9 Prozent im Plus
Minden/Bielefeld – Auch im Oktober hat sich die ostwestfälische Industrie als sehr stabil erwiesen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) lagen die Gesamtumsätze aller Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten innerhalb der ersten zehn Monate 2008 gegenüber dem Vorjahrjahresvergleichszeitraum um 6,9 Prozent im Plus. Das Verarbeitende Gewerbe setzte demnach von Januar bis Oktober 2008 in Ostwestfalen 32,3 Mrd. Euro um. Die Auslandsumsätze stiegen im gleichen Zeitraum um 7,3 Prozent auf 11,8 Mrd. Euro. Die ostwestfälische Industrie hat sich damit weiterhin besser als der Landesdurchschnitt entwickelt: In NRW legten die Gesamtumsätze um 5,3 Prozent, die Auslandsumsätze um 5,2 Prozent zu, so die IHK.
Eine Rallye beim Unterbieten von Wachstumsprognosen für 2009 halten wir für wenig hilfreich…
„Trotz der teilweise dramatischen Nachrichten der letzten Wochen ist durchaus eine zügige konjunkturelle Entspannung im Lauf des Jahres 2009 möglich. Stagniert die Gesamtwirtschaft im vierten Quartal dieses Jahres, ergäbe das für das Gesamtjahr 2008 immerhin noch ein Plus von 1,5 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt”, erläutert IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden. „Eine Rallye beim Unterbieten von Wachstumsprognosen für 2009 halten wir für wenig hilfreich, weil sie nur den Pessimismus fördert. Wir dürfen nicht vergessen, dass die deutsche Wirtschaft in den vorigen beiden Jahren gemessen am Bruttoinlandsprodukt um rund vier Prozent gewachsen ist”.
Die Umsätze in den fünf größten Industriebranchen in Ostwestfalen nahmen bis Oktober 2008 allesamt zu. Das Ernährungsgewerbe setzte 15,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres um und der Umsatz stieg auf 5,8 Mrd. Euro, der Maschinenbau wuchs um 11,4 Prozent (7 Mrd. Euro), die Möbelindustrie und das Metallgewerbe um jeweils 8,8 Prozent (3,9 Mrd. Euro bzw. 4 Mrd. Euro) sowie die Elektroindustrie um 6,4 Prozent (3,1 Mrd. Euro).