Minden-Innenstadt: Tatverdächtiger nach Sachbeschädigung festgenommen – Zwei Mittäter flüchtig – Zeuginnen gesucht – Fotos
2. Januar 2009 von Redaktion
Drei große Schaufensterscheiben eingeworfen – Mutiger Zeuge durch Tatverdächtigen verletzt
Minden-Innenstadt – Ein 39-jähriger Mindener beobachtete in der Silvesternacht eine dreiköpfige Personengruppe beim Einwerfen großer Panoramascheiben einer Bankfiliale an der Lindenstraße. Insgesamt zerstörten die Täter 3 große Schaufensterscheiben. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beträgt ca. 3.000 €.
Auf den Zeugen eingeschlagen
Anschließend liefen die Tatverdächtigen in Richtung ZOB davon. Der Zeuge nahm zu Fuß die Verfolgung der Tätergruppe auf. Gleichzeitig informierten einige bislang unbekannte Passantinnen eine zufällig in der Nähe befindliche Streifenwagenbesatzung über den Vorfall. Sofort nahmen auch die Beamten die Verfolgung der Gruppe auf. Der 39-Jährige hatte in Höhe der Leiterstraße das tatverdächtige Trio gestellt.
Einer der Männer setzte sofort mitgeführtes Pfefferspray gegen den Zeugen ein und verletzte ihn damit leicht, während alle drei Täter versuchten, auf den Zeugen einzuschlagen. Dieser konnte sich erfolgreich wehren, woraufhin die Tatverdächtigen flüchteten. Zweien gelang die Flucht, der dritte Tatverdächtige wurde durch die eintreffenden Polizeibeamten gestellt und vorläufig festgenommen.
Bei der Durchsuchung des jungen Mannes, der aus Porta Westfalica – Lerbeck stammt, fanden die Beamten einen Stein sowie einen Schlagstock und eine Spraydose. Eine weitere, zwischenzeitlich weggeworfene Spraydose mit Pfefferspray fanden die Polizisten am Festnahmeort.
Der 19-Jährige Portaner wurde in das Polizeigewahrsam Minden eingeliefert. Da er offensichtlich unter dem Einfluss alkoholischer Getränke stand, wurde ihm auf der Polizeiwache Minden durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen.
Die beiden Komplizen des 19-Jährigen sind flüchtig. Die Polizei bittet um Hinweise und insbesondere die bislang unbekannten Passantinnen, sich bei der Polizei in Minden (Kriminalkommissariat 11) unter der Rufnummer 0571 – 88660 zu melden.

