Minden: Jahresrückblick 2009 – Die Flops
4. Januar 2009 von Herausgeber
Tiefrote Zahlen des Zweckverbandes der Kliniken im Mühlenkreis stellte im Bereich “Affären” alles in den Schatten.
Minden – Willkommen im Jahr 2009. Wir wünschen allen Leser ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2009.
2008 ist nun Geschichte. Obwohl die Zukunft wichtiger als die Vergangenheit ist und man in dieser Zeit mit Jahresrückblicken überschüttet wird, kommen wir in Kurzform noch mal auf das vergangen Jahr.
Flops des Jahres 2008
1.) Die Schulden der Mühlenkreis Kliniken AöR.
Gelernt haben wir bei dieser Affäre, dass nur der ehemalige Klinik-Vorstand Gerald O. an allem Schuld ist.
Einer muss ja Schuld habe
Herr O. war wohl der einzige, der mit Bankgeschäfte zutun hatte, kontrollierte als einziger Rechnungen und bekam es auch noch hin, alle Zahlen dem Verwaltungsrat zu präsentieren, ohne das dieser sein Veto gegen die Finanzgebaren eingelegt hätte. Mit diesem Arbeitsaufwand ist der ehemalige Klinik-Vorstand mit 180.000 Euro pro Jahr unterbezahlt. Von dem ehemaligen Landrat Wilhelm Krömer (CDU), unter dessen Führung der Neubau des Johannes Wesseling Klinikums entstand, ist in Punkto Finanzen nichts mehr so hören. Es bleibt, nur einer hat Schuld. Wer es glaubt, wird selig. Der Steuerzahler zahlt die Zeche, wie immer.
2.) Der Bürgermeister von Hille
Also wir gehen mal davon aus, das der ehemalige Bürgermeister von Hille, Reinhard J. (CDU), nicht der einzige Würdenträger Deutschlands ist, der mit Hilfe seines Amtes, das ein oder andere private Geschäft durchziehen lässt.
Wochenlang genervt
Wenn man dann aber erwischt wird, sollte der „Ertappte” wenigstens den Mumm haben, seinen Posten „sofort” zu räumen. Leider fehlte dem ehemaligen Bürgermeister diese Korrektheit. So nervten uns wochenlang Meldungen aus Hille, wann der Herr endlich seinen Stuhl räumt. Irgendwann nach Monaten hat er dann endlich sein Büro geräumt. Schlechter Abgang, denn der „Ex” hat in seiner Amtzeit auch viel Gutes gemacht. Leider sind jetzt, durch seine eigene Schuld, seine Verdienste unwichtig.
3.) Wir bauen uns eine Stadt
Mindens Innenstadt in der Krise – Ein Geschäft nach dem nächsten schließt in der Mindener Innenstadt seine Pforten. Da muss die Politik eingreifen. Und nach dem Flop mit der Rathausgalerie muss schnell ein Forum gebildet und ein Planungsbüro beauftragt werden, Vorschläge für die „neue” Innenstadt zu machen. Anscheinend sind die Gewerbetreibenden Steuerzahler der Obermarktstrasse „Steuerzahler zweiter Klasse”.
90000 Euro Kosten für tolle Pläne
Eine Verbindung zwischen Innenstadt und Weser mit Einbindung des Glasis ist der tolle Plan um die Attraktivität der Innenstadt zusteigern. Jedoch soll das kein Erlebnispark werden, sondern die Menschen sollen in die Stadt Minden kommen und Geld ausgeben. Klasse, für diese und noch ein paar Ideen dieser Güte, haben der Stadt bis jetzt 90.000 Euro gekostet.