Kreis Herford: 34761 mal blitzte es im Kreisgebiet
8. Januar 2009 von Redaktion
34761 lösten Radarkontrollen im Kreisgebiet Herford im Jahr 2008 aus – Zahl nahm zu
Minden/Kreis Herford-Kirchlengern – Das Straßenverkehrsamt unterhält im Kreisgebiet 16 Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen, der Volksmund nennt sie „Starenkästen”. Die Anlagen werden im Wechsel mit fünf Kameras bestückt. Durch die Anlagen sollen die Geschwindigkeitsverstöße verringert und dadurch die Verkehrssicherheit erhöht werden.
Spitzenreiter war ein Autofahrer, der bei zulässigen 70 km/h 162 Stundenkilometer erreichte
Im Jahre 2008 sind an den Anlagen insgesamt 8,9 Millionen Fahrzeuge gezählt und zugleich überprüft worden. Von diesen Fahrzeugen hatten 34.761 die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten. Autofahrer erkennen dies durch das ausgelöste Blitzlicht sofort. Die Folgen bleiben nicht aus: die Fahrzeughalter bekommen Post vom Straßenverkehrsamt aus Kirchlengern, Foto inklusive.
Für die Genauigkeit der gemessenen Geschwindigkeit wird durch die regelmäßige Kontrolle und Wartung der Anlagen gesorgt. Das Dortmunder Eichamt überprüft einmal im Jahr die Anlagen im Kreisgebiet.
Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen liegt etwa in der Größenordnung des Vorjahres. Im Jahre 2007 sind bei 8,5 Millionen überprüfter Fahrzeuge 30.870 deutlich zu schnell gefahren.
Der Bußgeldkatalog enthält bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen als höchste Kategorie ein Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit um mehr als 70 Stundenkilometer. Petra Wuttig, Sachbearbeiterin im Straßenverkehrsamt: »In dieser Kategorie gab es im letzten Jahr 9 Verstöße. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der bei zulässigen 70 km/h 162 Stundenkilometer erreichte. Das zieht ein Bußgeld von 375 €, ein Fahrverbot von drei Monaten sowie 4 Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg nach sich.«
Im Kreisgebiet ist im abgelaufenen Jahr eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage abgebaut worden: in Hiddenhausen-Eilshausen im Rahmen des Ausbaus der Bünder Straße. Nach schweren Unfällen, einer mit Todesfolge, ist an der Ortsumgehung in Enger vor der Einmündung der Bielefelder Straße ein „Starenkasten” neu aufgestellt worden. Durchaus erfolgreich, denn seitdem ist dort kein Unfall mehr passiert.