Deutsche Telekom will 24 % mehr für Telefonanschluß
21. Januar 2009 von Redaktion
Deutsche Telekom beantragt neue Entgelte für Teilnehmeranschlussleitung - Kundenabwanderung – Sozial Pläne – Finanzkrise sind ein paar Gründe
Minden/Berlin – In einer Pressemitteilung teilte die Deutsche Telekom mit, das sie heute (21.01.2009) bei der Bundesnetzagentur den Antrag stellt, das monatliche Entgelt für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) auf 12,90 Euro zu erhöhen. Zudem soll das Entgelt für fünf Jahre bis 2014 gelten. Die Genehmigung für das aktuell gültige Entgelt (10,50 Euro monatlich) läuft am 31.3.2009 aus.
Schuld sind immer die anderen
»Die Kosten pro Anschluss sind gestiegen, deshalb führt an höheren Entgelten für die Teilnehmeranschlussleitung kein Weg vorbei. Nur so können der Betrieb und die Bereitstellung einer flächendeckenden Infrastruktur finanziert werden«, erläutert Timotheus Höttges, Vorstand T-Home, Sales & Service bei der Deutschen Telekom. Ein Treiber für die höheren Kosten sind die anhaltenden Verluste von Festnetzanschlüssen an Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber. Da dieser Abwanderung keine entsprechenden Einsparungen gegenüberstehen, erhöhen sich zwangsläufig die Kosten pro Anschluss. Gleichzeitig sind weitere Investitionen in das Breitbandnetz nötig, um der steigenden Nachfrage nach Bandbreite gerecht zu werden.
Die Deutsche Telekom macht außerdem die Kosten für den sozialverträglichen Personalumbau geltend. Diese Sonderlasten werden der Bundesnetzagentur detailliert dargelegt, so dass eine Berücksichtigung beim TAL-Entgelt erstmals möglich ist. Schließlich sollte die Bundesnetzagentur die Kosten für Zinsen und Abschreibungen in höherem Maße als bisher anerkennen. Die Finanzmarktkrise hat dazu geführt, dass die Refinanzierung von Infrastrukturinvestitionen schwieriger geworden ist. Auch das sollte die Bundesnetzagentur durch einen höheren Kapitalkostensatz als in den Vorjahren berücksichtigen.