Minden: Innenstadtforum vertieft Diskussion über den Masterplan
27. Januar 2009 von Redaktion
Themen waren die Barrierefreiheit, Familienfreundlichkeit und die Stärkung des Einzelhandels
Minden – Das Innenstadtforum hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 21. Januar, mit der überarbeiteten Fassung des Masterplanentwurfes für die Innenstadt beschäftigt. Das Bonner Planungsbüro skt – umbaukultur hatte Eingaben und Anregungen aus der vergangenen Zusammenkunft in den gestern präsentierten Entwurf eingearbeitet. Diskutierte Themen waren die Barrierefreiheit, Familienfreundlichkeit, die Stärkung des Einzelhandels und die Situation in der oberen Altstadt.
Handlungsbedarf wird weiter im Bereich Deichhof und im Bereich Obermarktpassage gesehen
Der nun noch weiter verfeinerte Masterplan soll am 18. Februar dem Forum, ein 30-köpfiges Gremium aus Mitgliedern des Rates, Vertretern der Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern, vorgestellt und auch verabschiedet werden. Danach ist die öffentliche Vorstellung des Masterplanes im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgesehen, berichtet Klaus-Georg Erzigkeit, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz. Weiter hat dann der Rat den Masterplan zu beschließen.
Ein Ergebnis aus der gestrigen, nicht öffentlichen Sitzung sei gewesen, »dass es im Rathausquartier weitergehen soll und dass hier Handlungsbedarf besteht« Stillstand sei nicht gewollt. Darin seien sich alle Mitglieder des Forums einig gewesen, so Erzigkeit. Man könne sich vorstellen, hier einen städtebaulichen Wettbewerb auszuschreiben.
»Die große Masse der Vorschläge im Masterplan ist konsensfähig« fasste Erzigkeit zusammen. Dazu gehören unter anderem die Aufwertung des Glacis, des Simeonsplatzes und der Simeonstraße. Erneut sei über einen barrierefreien Übergang von der unteren in die obere Altstadt und umgekehrt an der Martinitreppe gesprochen worden. Vorschlag des Planungsbüros ist nun, eine stufenweise Verbesserung der Barrierefreiheit in der Innenstadt anzustreben.
Als schnell umzusetzende Maßnahme, weil dieses bereits in der Planung ist, ist die Neugestaltung der Fußgängerzone zu sehen. Auch hier soll es einen städtebaulichen Wettbewerb geben. Gleiches gilt für die Neugestaltung des Martinikirchhofes. Handlungsbedarf wird weiter im Bereich Deichhof und im Bereich Obermarktpassage sowie in einer Untersuchung der Verkehrsführung in der oberen Altstadt gesehen.
Weitere Anregungen hat es für die Verbesserung der Familienfreundlichkeit in der Innenstadt und an der Weser gegeben. Dazu gehören ein Spiel- und Familienplatz an der Weserpromenade, ein Picknickplatz, eine Kneippstelle, Trinkwasserstationen am Weserradweg, die Schaffung von “schönen Plätzen” an der Weser sowie die Wiederbelebung historischer Plätze als Treff- und Ruhepunkte.
Das Planungsbüro wird nun die weiteren Ergebnisse aus der gestrigen Diskussion in den Plan einarbeiten und diesen Entwurf dann am 18. Februar dem Forum präsentieren, so Erzigkeit abschließend.
(Quelle: Stadt Minden, Pressestelle 2009)