Rumänischer Sattelzug verliert Reifenteile – Fahrzeug in Kirchlengern stillgelegt
Minden/Bünde-Kirchlengern – Am Donnerstag, dem 05.03.2009, kurz nach Mitternacht, war noch ein Kontrolltrupp der Bundesanstalt für den Güterverkehr in Bünde unterwegs.
Die Fahrer hatten nur 3 Euro dabei
Ein vor ihm fahrender rumänischer Sattelzug schleuderte plötzlich Reifenteile gegen deren Streifenwagen. Die Zugmaschine wurde angehalten, die Polizei informiert. Mit Hilfe einer Dolmetscherin übernahm der Verkehrsdienst Bünde diesen Sachverhalt. Bevor es an die technischen Unzulänglichkeiten ging, konnte abgeklärt werden, dass die beiden Fahrer seit ca. 3 Wochen in Europa unterwegs waren mit Schwerpunkt in Deutschland. Sie besaßen noch 3 € Bargeld. Eine mitgeführte Geldkarte wurde nur bei Bedarf aus Rumänien mit Geld gefüllt, vorwiegend um zu tanken. Bei der technischen Untersuchung bei einem Sachverständigen stellte sich heraus, dass der Kraftstofftank undicht ist, dass die Druckluftanlage mangelhaft war, die Luftfederventile zum Teil zerstört waren, die Reifen ihre Verschleißgrenze lange überschritten hatten und das Chassis verbogen war. Die Weiterfahrt wurde natürlich verboten. Der Unternehmer war nicht bereit, eine Sicherheitsleistung für seine Fahrer zu hinterlegen. Die Ladung bestand aus verderblicher Ware. Unter solchen Umständen hat dieser rumänische Spediteur natürlich wirtschaftliche Vorteile gegenüber denen, die sich an die europäischen Regeln halten.